
Heutzutage betreiben Industrieunternehmen in der Regel internationale Produktionsnetzwerke mit weltweit verteilten Standorten. Diese Netzwerke sind zwar hoch effizient, jedoch zugleich anfällig für Störungen und stark abhängig von externen Einflüssen sowie der Entwicklung einzelner Länder. Länderrisiken, die aus sozio‑politischen oder wirtschaftlichen Veränderungen entstehen, haben einen entscheidenden Einfluss auf die Stabilität und Leistungsfähigkeit dieser Netzwerke.
Im Rahmen eines von Innosuisse geförderten Projekts mit vier Schweizer Industrieunternehmen wurde ein systematischer Ansatz zur Identifikation und Bewertung von Länderrisiken entwickelt. Dabei entstanden mehrere Managementinstrumente und Methoden, darunter die Plant Risk Matrix. Diese Werkzeuge ermöglichen es Unternehmen, Risiken datenbasiert zu erfassen und kontinuierlich zu überwachen.
Die Plant Risk Matrix klassifiziert Produktionsstandorte anhand ihrer strategischen Bedeutung und des jeweiligen Länderrisikos. Die Standortbedeutung wird aus internen Daten, wie der Anzahl einzigartiger Produkte, abgeleitet, während das Länderrisiko anhand externer wirtschaftlicher und sozio‑politischer Indikatoren bewertet wird. Die kontinuierliche Risikoüberwachung ist in eine moderne Softwarelösung integriert, die mehrstufige, datenbasierte Risikoanalysen sowie Szenarioplanungen für zukünftige Länderentwicklungen ermöglicht.


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